Comunicato stampa | 12.07.2017

Projektorganisation und Tätigkeiten der Fachstelle Palliative Care und des Fachgremiums für die Projektphase 2017 – 2019

1. Rahmenbedingungen

Die Schaffung von Palliative Care-Konzepten und Palliative Care-Angeboten betrifft grundlegende Fragen eines gelingenden Lebens und Sterbens. Schon im Jahr 1984 empfahl die WHO ihren Mitgliedstaaten, die spirituelle Dimension in ihre Gesundheitsvorsorge einzubeziehen. Dies sind auch zentrale Fragen und Anliegen der Kirchen. Sie betreffen Fragen der Ethik wie des seelsorglichen Handelns. Deshalb ist es auch für die katholische Kirche von grosser Wichtigkeit, dass sie ihre Stimme und ihre Kompetenz in die Gestaltung von Palliative Care-Konzepten mit einem Schwerpunkt in Spiritual Care einbringt.

Vor dem Hintergrund, dass heute viele Menschen mit Blick auf eine schwere Erkrankung grosse Angst vor Schmerzen und vor dem Verlust ihrer Autonomie haben, sollte die katholische Kirche mit einem besonderen Schwerpunkt in spirituell-religiöser Begleitung (Spiritual Care) ein klares Zeichen setzen und das Vertrauen der Menschen stärken, dass sie bei schwerer Erkrankung professionelle Behandlung und Begleitung im physischen, psychosozialen und spirituellen Bereich erhalten.

2. Projektziele

2.1  Aufbau von Strukturen

Gemäss Projektauftrag arbeitet die Beauftragte für Palliative Care mit Fachleuten aus verschiedenen Gebieten zusammen. Dieses Fachgremium setzt sich zusammen aus Spitalseelsorgerinnen und Spitalseelsorgern aus den verschiedenen Sprachregionen und Vereinigungen sowie Vertretungen aus dem wissenschaftlichen, bioethischen, sozialethischen und sozialpolitischen Bereich.

Das Fachgremiums Palliative Care ist ein wichtiger Think Tank und ein Sounding Board für die SBK. Das Fachgremium liefert die nötige Fachkompetenz für zu erarbeitende Dokumente und Handlungsstrategien.

 

2.2  Sicherstellung von Koordination

Über die Fachstelle und das Fachgremium kann die katholische Kirche gemeinsam mit der evangelisch-reformierten Kirche- ihre Anliegen und ihre Kompetenz in religiös-spiritueller Begleitung (Spiritual Care) auf nationaler Ebene in der Fachorganisation palliative.ch einbringen.

Die Fachstellenleiterin ist Mitglied des Forums „Nationale Plattform Palliative Care“ des Bundesamtes für Gesundheit  BAG und bringt dort die Anliegen der Bischofskonferenz ein.

Durch eine aktive Beteiligung  an Fachkongressen (Referate, Posters etc.) markiert die katholische Kirche Präsenz und Kompetenz in diesem Themenfeld. 

Die Fachstelle und die Fachkommission helfen mit, dass auf nationaler Ebene die pastoralen Anliegen in Sachen Palliative Care/Spiritual Care bei den fachlichen und politischen Entscheidungsträgern stärker sichtbar sind und ihnen mehr Gehör verschafft wird.

2.3  Öffentlichkeitsarbeit

Die Fachstelle und das Fachgremium beteiligen sich an der öffentlichen Diskussion. Die Haltung und die Werte  der katholischen Kirche sollen in die laufende Diskussion eingebracht werden, damit die Menschen eine echte Entscheidungsgrundlage und Entscheidungshilfe erhalten.

Aus- und Weiterbildung

In verschiedenen Kantonen und Bistümern wurden in den letzten Jahren erfahrene Seelsorgende mit Zusatzausbildung in Palliative Care zu regionalen Palliative Care-Beauftragten ernannt. Sie engagieren sich für die vertiefte Zusammenarbeit und Vernetzung mit ortsansässigen Kompetenzzentren, Fachgesellschaften und ambulanten Diensten. Sie halten Referate in Pfarreien, erarbeiten Weiterbildungen für Seelsorgekolleginnen und Seelsorgekollegen und arbeiten mit in den kantonalen Fachgesellschaften von palliative.ch. zusammen. Die Fachstelle koordiniert diese Ressourcen und Fachkompetenzen. So kann ein Kompetenzpool in kirchlich begründeter Spiritual Care aufgebaut werden, welches vor allem auch die Pfarreien unterstützt in der zunehmend anspruchsvolleren Aufgabe der Begleitung von Menschen, die ihre letzte Lebensphase zu Hause verbringen.

Um hier einen signifikanten Beitrag zu leisten ist der Austausch mit der Wissenschaft unumgänglich. Die Fachstelle pflegt deshalb einen regelmässigen Kontakt und einen lernenden Austausch mit akademischen Fachleuten aus verschiedenen Fakultäten und Hochschulen, insbesondere dem Lehrstuhl für Spiritual Care an der Universität Zürich und den Verantwortlichen für die CPT-Ausbildung.

3.  Projektorganisation