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Membro CVS Membro CVS | 22.05.2012

"Einen blühenden Garten pflegen"

Grusswort von Abt Martin Werlen zum 100-Jahr-Jubiläum des Schweizerischen Katholischen Frauenbunds

„Wir sind nicht auf Erden, um ein Museum zu hüten, sondern einen blühenden Garten zu pflegen.“

Dieses anspornende Wort verdanken wir dem seligen Papst Johannes XXIII. Damit meint er die Kirche. Ein Wort, das immer wieder aktuell ist.„Wir sind nicht auf Erden, um ein Museum zu hüten, sondern einen blühenden Garten zu pflegen.“

Ballenberg ist interessant. Es ermöglicht uns einen Einblick in die Vergangenheit und lässt uns die Geschichte besser verstehen. Aber Ballenberg ist nicht die Wirklichkeit, in der wir leben. Ballenberg ist nicht Alltag.

Die vielen Frauen, die im Schweizerischen Katholischen Frauenbund vertreten sind, haben seit 100 Jahren Unvorstellbares in unserem Land getan, dass die Kirche nicht zum Museum wird, sondern ein blühender Garten bleibt. Dafür sage ich Ihnen – auch im Namen der Schweizer Bischofskonferenz - ein herzliches Vergelt’s Gott!

Zeugnis für das vielfältige Engagement an allen Ecken und Enden legt die Festschrift „FrauenBande“ ab, die uns nachher präsentiert wird.

Dieses Zeugnis habe ich aber auch persönlich in den vergangenen Jahren erfahren dürfen. Ich denke an die Begegnungen mit einzelnen Mitgliedern, mit dem Vorstand und die Teilnahme an den Delegiertenversammlungen. Auch das Ringen habe ich in guter Erinnerung, das fast ausnahmslos mit gegenseitigem Respekt und viel Humor geschehen ist.

Besonders danken möchte ich für die Zeichen der Verbundenheit, die ich in den vergangenen Monaten in den Kliniken erhalten habe.

Es ist gut zu wissen, dass ihr da wart! Es ist gut zu wissen, dass ihr da seid!

Bleiben wir dabei. Trotz allem Widerwärtigen. Rufen wir es einander mit Wort und Tat immer wieder in Erinnerung:

„Wir sind nicht auf Erden, um ein Museum zu hüten, sondern einen blühenden Garten zu pflegen.“

Einsiedeln, 21. Mai 2012

Abt Martin Werlen