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21.11.2016

SPI - Medienmitteilung vom 14 . November 2016


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I vescovi accolgono il loro nuovo confratello con il gesto di pace. Qui mons. Norbert Brunner, vescovo di Sion e presidente della CVS. © Jean-Claude Gadmer

SBK-CES-CVS Conferenza dei vescovi svizzeri | 16.01.2011

Discorso di mons. Norbert Brunner (disponibile solo in tedesco)

In occasione dell´ordinazione episcopale di mons. Felix Gmür a Olten, 16.01.2011

Lieber Bischof Felix

In Deiner Neujahrsbotschaft an die Seelsorgenden der deutschen Schweiz hast Du uns mit dem paulinischen Bild der Kirche als dem Leib Christi dargelegt, was Kirche wesentlich ausmacht. „Wie die Glieder des Leibes, so hat auch jedes Glied der Kirche seine besondere Aufgabe. Paulus redet von den Diensten, die den Gnadengaben entsprechen. Sie sind mannigfaltig und unterschiedlich und tragen dazu bei, dass die Kirche bunt und lebendig bleibt.“

Mit Deiner Weihe zum Bischof und der Amtseinsetzung übernimmst Du einen solchen Dienst in der Ortskirche von Basel, dem grössten und „buntesten“ Bistum unseres Landes. Papst Gregor der Grosse hat diesen Dienst mit dem Vers bei Ezechiel 3 verglichen: „Menschensohn, ich gebe dich dem Herrn Israel als Wächter.“ (Ez 3, 17) Er kommentiert diesen Vers mit folgenden Worten:

„Le guetteur se tient toujours sur la hauteur pour voir de loin tout ce qui va venir. Et tout homme qui reçoit le poste de guetteur doit se tenir sur la hauteur par sa vie, afin de pouvoir rendre service par sa vigilance.“ „Se tenir sur la hauteur par sa vie“, durch seine „Lebensführung hoch stehen“ verstehe ich zutiefst als Dienst. Dieser bischöfliche Dienst setzt voraus, erfordert und beinhaltet: die Liebe zu den Menschen und zur Kirche, das Hören auf die Meinungen der Mitarbeitenden, das Vertiefen der verschiedenen Ansichten im Gebet und in der Betrachtung, und das Hinführen des so Erarbeiteten in Beschlüsse, die dem Wohle aller dienen, nach dem Grundsatz: „salus animarum suprema lex“. Und dieses Alles muss schliesslich geschehen im gemeinsamen Bemühen, die Mahnung des Apostels Paulus zu leben: „Erkennt, was der Wille des Herrn ist!“ (Eph 5,17)

Gregor der Grosse, Bischof von Rom und Papst umschrieb seine Aufgabe vor 14-hundert Jahren in dramatischer Konkretisierung so: „En effet, je suis obligé d’examiner les affaires tantôt des Eglises, tantôt des monastères, et souvent de juger la vie et les actes des personnes privées; tantôt de m’occuper longuement de certains problèmes civiques, tantôt de gémir devant l’assaut meurtrier des barbares et de redouter les loups qui menacent le troupeau que Dieu m’a confié. Tantôt je suis contraint de prendre des nesures pour que les secours ne manquent pas à ceux-là mêmes qui sont tenus par la règle monastique; tantôt je dois supporter avec patience certains pillards, et tantôt m’opposer à eux pour sauvegarder la charité.“

Wahrscheinlich sind die Aufgaben heute etwas anders, aber nicht weniger vielfältig und anspruchsvoll. Darum wünsche ich Dir, lieber Bischof Felix, im Namen der Bischofskonferenz die Kraft des Heiligen Geistes. Und ich hoffe, dass Du Dir jene Gelassenheit bewahrst, die im unerschütterlichen Vertrauen auf Christus gründet, und die ich an Dir immer bewundert habe. Die Musik, die Du in klassischer Form, aber auch in afrikanischen und arabischen Klängen liebst, wird Dein Gebet um diese christliche Gelassenheit auch in Zukunft begleiten.

Lieber Bischof Felix, mit grossem Bedauern werden wir Dich an der nächsten ordentlichen Versammlung der Bischofskonferenz Anfang März als Generalsekretär offiziell verabschieden; mit grösserer Freude jedoch werden wir Dich als neues Mitglied der Konferenz dort auch begrüssen dürfen.

Mit Dir werden wir Deine Anliegen, die Anliegen Deines Bistums und der Kirche in der Schweiz der Fürsprache unserer Lieben Frau Maria im Stein anvertrauen. Gott segne Dich und Deinen bischöflichen Dienst.

Mons. Norbert Brunner, presidente della CVS